Operation "Benedict" Herbst 1941
Mit der Hawker Hurricane stand der Royal Air Force (RAF) der erste moderne Jagdeinsitzer in Tiefdeckerbauweise zur Verfügung. Die Hurricane wurde beständig weiterentwickelt und stand vom ersten bis zum letzten Tag des WK II im Einsatz. Nicht ganz so leistungsfähig wie die berühmte Spitfire, trug sie doch die Hauptlast der Luftverteidigung Großbritanniens in der Luftschlacht um England.
Die Hurricane kam auch in den Luftwaffen, Belgiens, Jugoslawiens, Finnlands, Rumäniens, Frankreichs, der Niederlande, Kanadas, Australiens, Indiens und der UdSSR um nur einige zu nennen zum Einsatz. Das Flugzeug wurde von 1936 bis 1944 über 14000 mal produziert. Hauptabnehmer neben der RAF war die SU mit nahezu 3000 Exemplaren.
War die RAF mit ihren allerdings durchaus internationalem Pilotencorps in der Verteidigung der britischen Inseln noch auf sich allein gestellt, so bekam die UdSSR gerade von Seiten der RAF und der Royal Navy sofort nach dem Überfall auf die Sowjetunion Unterstützung in Form von Waffenhilfe und Personal. Sowjetische Piloten schätzen gerade diese Solidarität ab Beginn des Krieges durch die Verbündeten unheimlich hoch ein. Bereits am 27.Juni 1941 sondierten der britische Botschafter in der UdSSR und der Sowjetische Außenminister die katastrophale Lage der Roten Armee im Gebiet des Nordmeeres. So traf bereits am 12.7. 1941 eine Delegation aus Royal Navy und RAF in Murmansk ein um nähere Zusammenarbeit zum Schutz der Häfen und der Aufrechterhaltung der einzigen europäischen Seeverbindung für die UdSSR zu beraten. Ab 25.7.1941 wurden die 81. und 134. Squadron mit gesamt 39 Maschinen und 550 Mann Personal neu aufgestellt und zur neuen 151. Wing zusammengefasst. WingCommander wurde Neville Ramsbottom-Isherwood.
Nach der Überführung teils in Kisten verpackt, teils per direktem Start von der vor der Küste von Vaenga kreuzenden HMS „Argus“ am 7. September erklärte Ramsbottom-Isherwood am 10.9. die Einsatzbereitschaft seiner Einheit. Am 11.9. begannen die Einsatzflüge. Während des nächsten Monats wurden durch die britischen Piloten meist mit Erfahrung aus der Luftschlacht um England 15 Luftsiege, davon ein Dutzend Bf-109 erzielt. Ab Mitte Oktober 1941 begann dann die Einweisung sowjetischer Piloten der 72. SAP durch die Briten auf dem Muster. Boris Safonow war zu diesem Zeitpunkt Staffelführer. Der erste sowjetischen Luftsieg auf Hurricane wurde durch die 72. Gemischte SAP am 25.10.1941 erzielt. Nach Abschluss der Ausbildungsmission und der Übergabe der Flugzeuge an den Verbündeten kehrten die Briten bis 6.12.1941 heim.
Eines der Flugzeuge dieser Operation wurde im Jahre 2003/2004 geborgen, nachdem es seit Mitte 1942 nach einer Notlandung und anschließender Schneeschmelze gesunken war. Es handelt sich um eine Mk II bei Gloster gebaut (Z5252) und ist im Bergungszuschand im Museum vom Vadim Zadorozhniy ausgestellt.
Bei dem Modell von Arma Hobby handelt es sich um eine Dual Combo Eastern Front, welche ein Vielzahl von Dekorierungen Sowjetischer Maschinen aber auch britischer Maschinen der „Operation Benedict“ bereit hält. Ich entschied mich für die weiße Hurrikane Mk.IIa, Z5548/48, Sowjetische Luftwaffe, 26. Jagdfliegerregiment, UdSSR, Winter 1941/42 und die Hurrikane Mk.IIb, Z4017/FU-56, 81 Sqn. RAF, Flight B, Operation 'Benedict', UdSSR, Oktober 1941. Der Bausatz verfügt über gedruckte Pilotensitze und Auspuffstutzen, Masken und alle variantenspezifischen Teile. Ein rund rum Sorglos Paket. Es gilt auch für diese "De Luxe Combo" das schon bei der "Iskra" geschriebene Urteil, einfach erste Klasse.
Bestens , der Peter