Üblicher Weise waren unsere ersten Modellbau-Ausstellungen des Jahres entweder in Markersbach oder Decin. Beide Ausstellungen gibt es leider nicht mehr. Als wir die Informationen zur Ausstellung in Mailand bekamen, sprachen wir bei der Weihnachtsfeier des Modellbaustammtisches darüber, die Ausstellung mit einem Besuch des Volandia-Luftfahrtmuseums in Mailand Malpensa zu verbinden. Schnell waren Pläne gemacht und eine Unterkunft gefunden. Nach einigen Irritationen, auch durch Unzulänglichkeiten bei der Lufthansa entschlossen sich Andreas und Peter für ein verlängertes Wochenende in Mailand.
Nach dem Ankunftstag am Donnerstag, widmeten wir den ganzen Freitag dem Luftfahrtmuseum Volandia. Dieses befindet sich am internationalen Flughafen und ist in den ehemaligen Hallen von Caproni- Vizzola untergebracht. Es ist normalerweise mit Bus oder Flughafen-Express erreichbar, nur im Moment gibt es Schienen-Ersatzverkehr. Damit ist der Bus die bessere Möglichkeit, er benötigt ungefähr eine Stunde für die Strecke.
Ein großes Spektrum von Flugzeugen der italienischen Luftfahrtindustrie angefangen von der Ca.1 bis zur M.346 Master erwartet den Besucher, die meisten Exponate stehen geschützt in Hallen. Einige größere Verkehrsmaschinen und 4 kleinere Flugzeuge stehen im Außenbereich. Der Museumsshop verfügt über ein umfangreiches Angebot von Fachliteratur.
So waren wir also am Samstag pünktlich zur Ausstellung gegen 10.00 Uhr auf dem Messegelände unweit des Innenstadtflughafens Linate. Die online Anmeldung mit Modellnummer 615 zeigte uns schon, dass es eine größere Ausstellung wird. Wir holten also unsere bestens vorbereiten Zettel bei der Anmeldung ab und platzierten unsere Modelle in den entsprechenden Kategorien.
Die Ausstellung in Mailand ist ganz ähnlich wie von den Ausstellungen in CZ bekannt. Alle der schätzungsweise über 1000 Modelle nahmen am Wettbewerb teil.
Nach dem Aufbau verschafften wir uns einen Überblick zu den zahlreichen Händlern und Herstellern. Es fiel auf, auch in Italien nimmt der 3 D Druck immer mehr zu und die Qualität erreicht ein bisher ungeahntes Maß. Da am Samstagvormittag nahezu nur Aussteller in der großen Halle unterwegs waren blieb genug Zeit und Raum, um vor Allem die Flugzeuge genau zu betrachten. Auch in Mailand konnten wir ein sehr hohes Niveau erkennen, es gab zahlreiche Kategorien, auch Jugendliche Aussteller.
Der Anteil von Modellen italienischer Flugzeuge war naturgemäß recht hoch. Dafür war der zivile Sektor im Luftfahrtbereich bei dieser Ausstellung ausgesprochen rar. Sonderthemen zum Kalten Krieg und zur Suez-Krise bildeten viele Modelle ab.
Für das leibliche Wohl sorgte ein netter Imbiss mit verschiedenen warmen Baguette`s und lecker Kaffee.
Den Nachmittag verbrachten wir mit der Besichtigung des Domes und einer Stadtrundfahrt in historischen Straßenbahnen, welche in Mailand ganz normale Linien bedienen. Am Sonntag stand nach dem Frühstück das Leonardo da Vinci Technikmuseum auf dem Programm. Auch hier erfreute uns eine reichhaltige Luftfahrtsammlung. Eine Abteilung des Museums widmet sich natürlich den Erfindungen von Leonardo da Vinci.
Am Nachmittag fuhren wir dann erneut zur Ausstellung, es waren nochmals Modelle dazu gekommen. Nach der recht langen Preisverleihung konnten wir gegen 17.00 die Modelle abbauen.
Außer uns aus Sachsen, bemerkten wir nur das eine oder andere Gesicht von Ausstellern aus der Tschechischen Republik. Mit einigen der italienischen Hersteller konnten wir interessante Gespräche zu kommenden 3 D Projekten führen. Am Montag früh brachte uns dann der Airbus zurück nach Berlin.
Bleibt uns Danke zu sagen an die Italienischen Modellbaukollegen vom IPMS Legnano.
Beste Grüße vom Andreas und Peter